Migräne und temporomandibuläre Erkrankungen
Nicht selten tritt Migräne vergesellschaftet mit einem temporomandibulären Schmerzsyndrom auf. Die Kombination ist mit ausgeprägter Schmerzsymptomatik assoziiert und bedeutet für die Betroffenen hohen Leidensdruck. Es gibt allerdings Hinweise, dass bestimmte Therapien bei beiden Erkrankungen hilfreich sein können.

Zu den häufigsten Komorbiditäten der Migräne zählen temporomandibuläre Erkrankungen (Temporomandibular Disorders, TMD), die sich unter anderem als temporomandibuläres Schmerzsyndrom äussern können.
Typische Symptome sind etwa Muskelschmerzen und Verspannungen um den Kiefer, eine eingeschränkte Kieferöffnung sowie Kopfschmerzen und Schmerzen in anderen Kopf-Hals-Bereichen.
Bis zur Hälfte der Patienten mit Migräne betroffen
*Quelle: European Headache Congress EHC 2024, Session «How do temporomandibular disorders and migraine interact?»; Rotterdam, 4. Dezember 2024.
- Yakkaphan P et al. Impact of migraine and fibromyalgia on temporomandibular disorder: A retrospective study on pain, psychological factors and quality of life. J Oral Rehabil. 2024 Oct; 51(10): 2029–2042.
- Byun SH et al. Increased Risk of Migraine in Patients with Temporomandibular Disorder: A Longitudinal Follow-Up Study Using a National Health Screening Cohort. Diagnostics (Basel). 2020 Sep 20; 10(9): 724.