Medical Tribune
29. Mai 2014Komplementärmediziner nutzen aus der Gelbwurzel

Den Kampf gegen Krebs pflanzlich unterstützen

Als wesentlicher Risikofaktor für Karzinombildung und Metastasierung gelten chronische Entzündungen. Und genau da setzt Curcumin an, indem es die proinflammatorischen Zytokine CXCL 1 und 2 ausbremst, wie bereits an Brust- und Prostatakrebsmetastasen belegt wurde.

Curcumin moduliert Mikro-RNAs

Forschern gelang es nun, an Mammakarzinommetastasenzellen zu zeigen, dass dieser Effekt auf der Modulation von Mikro-RNAs beruht.1 Von Bedeutung ist dabei vor allem miR181b, das CXCL 1 und 2 herunterreguliert. Curcumin bewirkt eine Überexpression von miR181b und verhindert so Wachstum und Invasion der Tumorzellen. Nach Ansicht der Autoren bietet der Pflanzenstoff vermutlich ein einfaches und natürliches Mittel im Kampf gegen Krebs.

Für Privatdozentin Dr. Beatrice Bachmeier vom Institut für Laboratoriumsmedizin des Klinikums der LMU München stellt miR181b einen potenziellen Biomarker dar, der anzeigen kann, ob Curcumin wirksam ist.

Dies gilt es nun aber noch zu validieren.2 Insgesamt hält die Forscherin den pflanzlichen Farbstoff für "eine tolle Substanz". Für den Einsatz in der Therapie und Prophylaxe von Brust- und Prostatakrebs muss sie aber noch genauer getestet 
werden.

Quelle:
1. Emanuel Kronski et al., Molecular Oncology 2014; online first
2. KLINIKUM aktuell 2014; 2: 27