Nur mit Zange unter Zecken!
Der erste präventive Schritt besteht darin, sich über Zecken-Risikogebiete und das Verhalten der Tiere zu informieren, schreibt das Team um Christina Due von der London School of Hygiene and Tropical Medicine, London. Einige Repellents, z.B. mit den Wirkstoffen PMD (Trans-p-methan-3,8-diol oder DEET (N,N-diethyl-3-methylbenzamid), helfen, Zecken für einige Zeit fernzuhalten.
Kleidung für den Zeckenschutz imprägnieren!
Laborstudien zufolge ist die Wirksamkeit von DEET variabel und eher kurz, was bei der praktischen Anwendung beachtet werden sollte. Generell kann nach dem Auftragen von Repellents auf die Haut kein hundertprozentiger Schutz erwartet werden.
Daher empfehlen die Autoren, auch die Kleidung zu imprägnieren, beispielsweise mit Permethrin oder DEET. Hierzu werden die Kleidungsstücke mit dem Anti-Zeckenmittel besprüht oder in das Repellent getaucht.
In den ersten 24 Stunden ist das Borreliose-Risiko gering
Als sicherste und effektivste Methode gilt die Polymerisation von Permethrin in die Oberfläche der Textilfaser während des Herstellungsprozesses. Die Effekte halten lange an und überdauern auch viele Waschvorgänge.
Doch was tun, wenn sich eine Zecke bereits in der Haut verankert hat? Das Risiko für eine Lyme-Borreliose ist gering, wenn die Zecke innerhalb von 24 bis höchstens 36 Stunden fachgerecht entfernt wird.
Feine Spitze, damit die Zecke nicht gequetscht wird
Wer sich in einem Zecken-Risikogebiet aufhält, sollte immer ein geeignetes Werkzeug zur Entfernung des Parasiten dabeihaben. Nach Ansicht der Autoren ist eine Zange mit feiner Spitze das beste Instrument: Die Zecke wird mithilfe der Zange möglichst nah an der Haut erfasst und dann unter gleichmässigem Zug und ohne Drehbewegung aus der Haut gezogen. Nach einem Zeckenstich dürfen mögliche Symptome der Lyme-Krankheit (s. Kasten) keinesfalls bagatellisiert werden.
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Schutz vor Zecken – Tipps für Patienten
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Quelle: Christina Due et al., BMJ 2013; 347: online first