Medical Tribune
19. März 2014Preparticipation Screening (PPS)

Herzecho gegen den Sportlertod

Das europäische Protokoll zum Preparticipation Screening (PPS) sieht eine Anamnese mit Familienanamnese, körperliche Untersuchung und ein 12-Kanal-EKG vor. Ob ein zusätzliches Echokardiogramm nötig ist, wird in Expertenkreisen kontrovers beurteilt.

In einer Studie, die Dr. Alexander Kisko aus Presov, Slowakei, vorstellte, wurden 500 gesunde Athleten zwischen 16 und 32 Jahren – dar­unter Handball- und Fussballspieler, Radsportler und Basketballer – ge­testet. Nach dem europäischen PPS-Protokoll fanden sich keine Auffälligkeiten, wohl aber im 2D- und M-Mode-Echokardiogramm.

Echokardiographie beim Sportler-Screening einsetzen!

14 Studienteilnehmer wiesen Auffälligkeiten wie Mitralklappenprolaps, bikuspide Aortenklappe, Herzmuskelbrücken oder Myokarditis-Zeichen auf. In vier Fällen sprachen die Ärzte den Rat aus, mit dem Sport vorübergehend oder permanent aufzuhören.

Die Studienautoren folgern aus ihren Befunden, dass man den Schall beim Sportler-Screening mit einsetzen soll. Echo-Diagnostik ist einfach und kostet wenig Zeit und Geld, argumentierte Dr. Kisko.

Quelle: EuroEcho Imaging 2013