Medical Tribune
24. Jan. 2014Koronarsyndrom

Telefonanrufe verbessern die Compliance

Amerikanische Forscher überprüften ein spezielles Konzept zur Adhärenzsteigerung. In ihre Studie gingen 254 Patienten ein, die wegen eines akuten Koronarsyndroms in einem Militärkrankenhaus behandelt wurden. Eine Gruppe erhielt nach der Entlassung nur die üblichen Therapiempfehlungen, bei der anderen griffen die Studienautoren zu einem multimodalen Konzept.

So bleiben Infarktpatienten medikamentös am Ball

Im intensiv behandelten Kollektiv koordinierten Hausarzt bzw. Kardiologe und Apotheker die Therapie einschliesslich nötiger Anpassungen. Die Patienten wurden speziell geschult und erhielten im ersten Jahr nach dem Ereignis telefonische Erinnerungsanrufe zu ihrer Medikation.

Der Erfolg dieses Massnahmenbündels konnte sich sehen lassen: In der "Interventions-Gruppe" erbrachten 89,3 % der Patienten die nötige Compliance, mit der üblichen Betreuung nur 73,9 %. Auch bezüglich einzelner Wirkstoffklassen (RAS-Blocker, Statine, Clopidogrel) zeigten sich vergleichbare Adhärenz-Vorteile – nicht jedoch bei Betablockern.

P. Michael Ho et al., JAMA Intern Med 2013, online first