Medical Tribune
20. Aug. 2013Dreifachkombination von Antidiabetika

Mit Antidiabetika gleich dreifach loslegen

An der texanischen Studie nahmen 134 Patienten mit Typ-2-Diabetes teil. Die Hälfte des Kollektivs erhielt direkt eine Dreifachkombination von Antidiabetika, bestehend aus Metformin, Pioglitazon und dem Inkretin-Mimetikum Exenatide. In der Kontrollgruppe startete man leitliniengerecht mit Metformin. Bei weiterem Therapiebedarf folgte als erster Kombipartner ein Sulfonylharnstoff und ggf. als dritter Baustein die Insulintherapie.

Günstig für Blutzucker und Gewicht

Schon nach zwei Jahren bestand kein Zweifel, dass die beiden Therapieziele "Erhalt der Betazellfunktion" und "Verbesserung der Insulinsensitivität" durch die Dreifachkombination erreicht wurden, berichtete Dr. Ralph DeFronzo von der University of Texas in San Antonio. Die HbA1c-Werte lagen in der Kombigruppe im Mittel bei 6,0 % (vs. 6,6 %). Nur 17 % der Patienten verfehlten das therapeutische Ziel von Werten ≤ 6,5 % – im Gegensatz zu 42 % der Kontrollgruppe.

Die Blutzucker-Verläufe waren unter initialer Dreierkombination gleichmässiger, wie das Home-Monitoring zeigte. Unter der Dreifachtherapie litten nur 15 % der Patienten an Hypoglykämien (vs. 42 % der konventionell Behandelten). Ein weiteres Plus betraf das Körpergewicht: Mit 1–1,5 kg Gewichtsverlust – gegenüber knapp 5 kg Zunahme in der Kontrollgruppe – war die Interventionsgruppe klar im Vorteil.

Quelle: Kongress der American Diabetes Association, Chicago, 2013