Frühe Alzheimer-Diagnose durch Somnographie?
US-Kollegen bestimmten bei 145 kognitiv Gesunden die Aβ-42-Level im Liquor – erniedrigte Werte gelten als Hinweis auf Amyloidablagerungen. Zudem ermittelten sie zwei Wochen lang die Wach- und Schlafphasen der Probanden via Aktigraphie und zogen Rückschlüsse auf die Schlafqualität. Diese wurde über Effizienz (prozentualer Anteil der tatsächlichen Schlafzeit im Bett) und Quantität (totale Schlafzeit) definiert.
Bei 22,5 % der Probanden lagen Amyloidablagerungen vor. Diese Gruppe wies eine schlechtere Schlafeffizienz (80,4 vs. 83,7 %) auf. Bezüglich der Quantität fanden sich keine Unterschiede. Diejenigen mit Ablagerungen neigten tagsüber zum häufigeren Einnicken (an mindestens drei Tagen die Woche).
Demenz als Folge des Schlafproblems?
Schlafmessungen könnten als Marker der Gehirnfunktion dienen, was schnellere und frühere Studien zur Therapie präklinischer Alzheimer-Stadien ermöglichen würde. Allerdings besteht auch die Vermutung, dass Schlafstörungen selbst zu Amyloidablagerungen führen. Auch in diesem Fall wäre die frühe Entdeckung natürlich hilfreich, um Risikopatienten zu identifizieren.
Quelle: Yo-El S. Ju et al., Jama Neurol 2013; 70: 587-593