Medical Tribune
15. Juli 2021OPERAM-Studie

Polypharmazie im Alter: Weniger schadet nicht

Ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen weisen häufig eine lange Medikamentenliste auf. Erstmals konnte nun ein Forschungsteam des Schweizer Inselspitals, Universitätsspital Bern und der Universität Bern, nachweisen, dass sich weniger Medikamente bei dieser Patientengruppe nicht negativ auswirken. Das zeigt eine aktuelle Studie, die kürzlich das Europäische Forschungskonsortium OPERAM im British Medical Journal (BMJ) publiziert hat.

Nahaufnahme eines älteren Mannes, der Medikamente in Tablettenspender organisiert?
Daisy-Daisy

Über- und Fehlmedikationen sowie zusätzliche Spitalseinweisungen – die Folgen einer hohen Anzahl verschriebener Medikamente, die bei älteren, multimorbiden Patienten häufig vorkommen, sind bekannt. Doch schadet es, wenn überflüssige, übermässige oder möglicherweise schädigende Medikamente weggelassen, kürzer oder niedriger dosiert angewandt werden? Nein, so die Ergebnisse der am 9. Juli 2021 publizierten OPERAM-Studie, die im Rahmen des Europäischen Forschungsprogramms "Horizon 2020" und dem Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziert wurde.

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