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Wie Ernährung wirken kann

Was ist dran an der Prävention von Magen-Darm-Tumoren?

Mit der Ernährung lässt sich einiges gegen eine Tumorerkrankung im Magen-Darm-Bereich tun.

Viele Faktoren beeinflussen das Risiko für die Entwicklung gastrointestinaler Malignome – unter anderem die Ernährung eines Menschen. Dazu zählen krebsfördernde und -präventive Nahrungsmittel, Trinkgewohnheiten, sowie das Körpergewicht.

Tumoren des Magen-Darm-Traktes gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen. Die Pathogenese ist vielfältig, je nach Tumorart variieren die Risikofaktoren stark. Als unstrittig gilt jedoch mittlerweile, dass die Ernährung eine grosse Rolle bei der Prävention dieser Krebserkrankungen spielen kann, ist in einer aktuellen Übersichtsarbeit zu lesen (1). Ein Einfluss der Ernährung gilt als belegt für den Dickdarm- und Magenkrebs, das Leber-, Pankreas- und Ösophaguskarzinom, sowie für Gallenwegsmalignome.

Dickdarmkarzinom

Ein vermehrter Verzehr von rotem oder verarbeitetem Fleisch sowie von Wurstwaren steigert das Risiko für Malignome im Dickdarm. Mehr als 30 g/d Alkohol täglich (entspricht ca. 750 ml Bier oder 325 ml Wein) hat sich ebenfalls als ungüns­tig erwiesen.

Auch das Körpergewicht hat einen überzeugend nachgewiesenen Einfluss: Bei einem BMI von 31 ­kg/­m2 etwa ist das Risiko um 34 Prozent erhöht. Schwächer belegt, aber immer noch wahrscheinlich, ist der protektive Effekt von Vollkornprodukten (Relatives Risiko, RR, 0,83 bei 90 g/d) und Ballaststoffen. Gleiches gilt für Milch und Milchprodukte (RR 0,84 bei 400 g/­d). Neuere Übersichtsarbeiten zeigten eine positive Wirkung für die mediterrane Kost und für eine Ernährung, die reichlich pflanzliche Komponenten enthält.

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