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Multiple Autoantikörper sind verdächtig

Vaskulitis nach Kokainkonsum

Das oft für das Strecken von Drogen verwendete Entwurmungsmittel Levamisol kann Vaskulitiden auslösen. Das zeigt auch der Fall eines 41-jährigen, bei dem Kokain nicht nur zu Schäden in der Nasenscheidewand, sondern auch zu einer medikamentös induzierten ANCA-assoziierten Vaskulitis geführt hatte.

Man snorting cocaine in dark room. Drug addict concept.

Nicht nur Kokain selbst, auch die Streckmittel sind gefährlich.

Ein 41-jähriger Patient stellte sich in der Hautklinik des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf mit einem rezidivierenden grossen Ulkus der Oberlippe rechts bis infranasal vor. Wie Professor Dr. Stefan­ Schneider berichtete, wurde zunächst die Differenzial­diagnose eines NK-Lymphoms histologisch ausgeschlossen.

Eine weitere mögliche Differenzial­diagnose war die ANCA-assoziierte Vaskulitis – insbesondere eine granulomatöse Polyangiitis manifestiert sich häufig im HNO-Bereich. Im Labor zeigte sich eine deutliche Erhöhung sowohl von p- als auch c-ANCA und die MPO- und PR3-Antikörper waren positiv. Zudem sah man erhöhte D-Dimere und leicht erhöhte Antikörpertiter gegen nukleäre Antigene (ANA).

«Wenn mehrere Antikörper positiv sind, ist die Diagnose eigentlich klar», sagte Prof. Schneider: Das ist eine medikamentös induzierte ANCA-assoziierte Vaskulitis.

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