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Von Analgetika bis Rhinologika

Welche HNO-Medikamente in der Schwangerschaft erlaubt sind

In der Schwangerschaft können mehr HNO-Medikamente eingenommen werden als gedacht.

Nicht immer gelingt es, während einer Schwangerschaft auf Medikamente zu verzichten. Zu den häufigsten Indikationen gehören HNO-Erkrankungen. Auch Schmerzen oder Übelkeit erfordern mitunter medikamentöse Hilfe. Ein Leitfaden hilft dabei, Risiken zu ­minimieren.

Analgetika

Paracetamol gilt nach wie vor als Analgetikum der Wahl in der Schwangerschaft. Es darf in allen Phasen der Gravidität zeitlich begrenzt angewendet werden, schreiben Dr. Wolfgang ­Paulus von der Beratungsstelle für Reproduktionstoxikologie an der Universitätsfrauenklinik Ulm und Kollegen (1). Die Einnahme nichtsteroidaler Antiphlogistika wie Ibuprofen, Diclofenac und Acetyl­salicylsäure (ASS) ist nur im 1. und 2. Trimenon erlaubt – und möglichst nicht über mehrere Wochen durchzuführen. Ab der 28. SSW ist die wiederholte Anwendung kontraindiziert. Denn sie kann unter anderem zu einem vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus mit postpartaler pulmonaler Hypertonie führen. Auf Cox-2-Hemmer und Metamizol sollte man während der gesamten Schwangerschaft verzichten. Bei starken Schmerzen können kurzfristig Opioide verordnet werden (Cave: Atemdepression, Suchtpotenzial, neo­natale Entzugserscheinungen).

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