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Infektionen mit Mycoplasma genitalium immer behandeln

Die Urethritis des Mannes oder eine Zervizitis bei der Frau können durch Mycoplasma genitalium hervorgerufen werden. Die Therapie erfolgt antibiotisch unter Berücksichtigung der ­Resistenzlage.

Bei 10–35 Prozent der Patienten mit einer Urethritis ohne Gonokokken- und Chlamydien-Nachweis lässt sich M. genitalium nachweisen

Mycoplasma genitalium besitzt keine Zellwand und spricht daher z.B. nicht auf Betalaktam-Antibiotika an.

In der Allgemeinbevölkerung lässt sich Mycoplasma genitalium nur bei rund einem Prozent der Männer und 3,3 Prozent der Frauen nachweisen. Die Mikroorganismen sind allerdings häufige Auslöser der Urethritis bei Männern; bei Frauen führen die zellwandlosen Bakterien zu Zervizitis und Unterleibsentzündungen (pelvic inflam­matory disease, PID). Übertragen wird M. genitalium über direkten genitalen Schleimhautkontakt. Die Ansteckungsgefahr scheint aber geringer zu sein als z.B. bei Chlamydien.

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