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Off-Label-Behandlungen

Hilft Ketamin bei therapieresistenter Depression?

Bei therapieresistenter Depression kann die intravenöse Gabe von Ketamin eine wirksame Option sein. Eine Expertin berichtet, worauf dabei zu achten ist.

Bei einer behandlungsresistenten Depression wird im Mannheimer Zi die Möglichkeit einer Therapie mit Ketamin ausgelotet

Wenn bei schwerer Depression nichts mehr hilft, kann die intravenöse Gabe von Ketamin eine Option sein.

Ketamin ist ein hochaffiner, nicht-kompetitiver Antagonist am glutamatergen NMDA-Rezeptor. Seine antidepressive Wirkung wird über eine Modulation von Neuroplastizität und inflammatorischen Prozessen vermittelt, erklärt Dr. Maria Gilles von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Zentralinstitut (Zi) für Seelische Gesundheit in Mannheim (1). Dort hat man in therapieresistenten Fällen mit der intravenösen Applikation des Anästhetikums gute Erfahrungen gemacht. Allerdings ist die Behandlung off label und ein einheitliches Therapieregime gibt es bis dato nicht. Am Zi folgen die Psychiater der Konsensuserklärung der American Psychia­tric Association zur Anwendung von Ketamin bei affektiven Störungen.

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