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Bei Senioren mit Gangstörungen genauer hinschauen

Keine wackligen Diagnosen

Wenn Hochbetagte sich beim Laufen schwer tun, sollte dies nicht einfach als altersbedingt abgetan werden. Es gilt, behandelbare myopathische oder neurologische Ursachen zu identifizieren und zu therapieren.

Die Sarkopenie – oder besser: die Atrophie – des alternden Muskels sollte bei Senioren immer eine Ausschlussdiagnose sein, betonte PD Dr. Angela Rosenbohmvon der Neurologischen Universitätsklinik Ulm. Denn Gangstörungen können zahlreiche andere Ursachen zugrunde liegen. Paresen, Myalgien, Krämpfe und EMG-Veränderungen weisen auf eine Myopathie, ebenso eine CK-Erhöhung. Bei Älteren findet man vor allem erworbene Formen, die entzündlich, hormonell oder toxisch bedingt sein können und oft behandelbar sind. In sehr seltenen Fällen können sich auch hereditäre Formen im höheren Alter manifestieren.

Gangstörungen sind bei Älteren häufig erworben und behandelbar.

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