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Tödliche Lungenembolien im Spital und in der häuslichen Quarantäne

Daran sterben vermutlich viele Patienten mit Covid-19

Eine Studie des Universitätsspitals Zürich hat gezeigt, dass bei vielen Patienten, die an Covid-19 erkrankten, auch eine Lungenembolie aufgetreten ist. Eine Prophylaxe könnte dem Virus einen Teil seiner Gefährlichkeit nehmen, erklärt Professor Dr. Nils Kucher, Direktor der Klinik für Angiologie, USZ, im Interview mit Medical Tribune Onkologie & Hämatologie. Beachtenswert ist auch, dass etwa 70 % der Patienten nicht im Spital, sondern in der häuslichen Quarantäne verstorben sind.

Prof. Nils Kucher, Dirlektor Klinik für Angiologie, USZ Zürich

?Wie sind Sie auf den Verdacht gekommen, dass SARS-CoV-2 mit tödlichen Lungenembolien in Zusammenhang stehen könnte?
Prof. Dr. Nils Kucher: Ich bin zum ersten Mal stutzig geworden, als ich mich gefragt habe, woran denn die ganzen Patienten sterben. Wir haben ja eine relativ hohe Sterbequote in der Schweiz. Als ich wissen wollte, wie viele Patienten im Spital und wie viele zu Hause oder im Pflegeheim an Covid-19 verstorben sind, konnte mir das BAG diese Daten nicht sagen. Ich habe dann die fünf Universitätsspitäler direkt gefragt – Stand 20. April 2020 waren das 206 Patienten. Die 1200 Schweizer Intensivbetten verteilen sich etwa zur Hälfte auf die Universitätskliniken und die nicht universitären Spitäler. Ich gehe deshalb davon aus, dass etwa 400 Patienten im stationären und 1100 im ambulanten Bereich verstorben sind. Der nächste Anhaltspunkt für die Assoziation zwischen SARS-CoV-2 und Lungenembolie ist das häufige Vorkommen auf der Intensivstation.

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