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Earl Grey mit Mikroplastik

Etwa 11,6 Milliarden Mikroplastikteilchen und 3,1 Milliarden Nanoplastikpartikel lösen sich aus einem einzigen Kunststoff-Teebeutel, wenn man diesen mit 95 °C heissem Wasser aufbrüht. Das ist mehrere tausend Male mehr als das, was man bisher in anderen Lebensmitteln gemessen hat.

Ob die Aufnahme der Partikel gesundheitliche Folgen für den menschlichen Organismus hat, ist weiterhin ungeklärt. Allerdings scheinen sich Daphnien in derart angereichertem Wasser nicht wohlzufühlen. Die Wasserflöhe, die oft für ökotoxikologische Bewertungen herangezogen werden, entwickelten anatomische Veränderungen und zeigten Verhaltens­auffälligkeiten als Reaktion auf das belastete Wasser, heisst es in der Pressemitteilung.

Forscher hatten die Plastik-Teebeutel von vier verschiedenen handelsüblichen Tees aufgebrüht und den Aufguss auf Plastikteilchen untersucht. In einem weiteren Schritt hatten sie getestet, wie Wasserflöhe auf verschiedene Mengen der gelösten Partikel reagieren.

Pressemitteilung der American Chemical Society

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