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Dr. med. Anja Braunwarth, Foto: Hocoma, Schweiz

Mit Computerspielen wieder greifen lernen

Kontrakturen verhindern, das Bewegungsausmaß vergrößern und das bimanuelle Arbeiten fördern – so lauten wichtige Therapieziele für Patienten mit Lähmungen von Hand und Arm. Dr. Constanze Reutlinger, Neuropädiaterin von der Helios-Klinik in Geesthacht, stellte drei Systeme vor, mit denen die klassische Physio- und Ergotherapie unterstützt wird.

Mit der auch zu Hause nutzbaren Saebo-Orthese lassen sich Greif- und Armfunktion aufbauen. Beim Greifen beugt der Patient die Finger aktiv gegen einen Federzug, beim Loslassen wird das Strecken der Finger durch die Federn unterstützt.

Ein Handtutor bessert das Bewegungsausmaß mithilfe von Computerspielen. Sensoren an Hand- und Fingergelenken registrieren kleinste Bewegungen. Damit werden Spielabläufe gesteuert und der Patient erhält unmittelbar Rückmeldungen über die Bewegungen.

Gelähmter Arm wird im Exoskelett geführt

Der Armeo®Spring kann bei Lähmungen des gesamten Armes Kraft und Beweglichkeit von Schulter, Ellbogen und Hand erhöhen, indem er die Schwerkraft „überlistet“. Über einen Federmechanismus kompensiert das Gerät das Gewicht des gelähmten Armes, indem es ihn in einem Exoskelett führt. Mittels Computerspielen simuliert das System Aktivitäten des täglichen Lebens und macht Bewegungen sichtbar. 

Quelle: 5. rehaKind-Kongress 2013 Hamburg

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