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Long-Covid-Fatigue: Studienteilnehmer in Basel gesucht!

Das REHAB Basel sucht aktuell Studienteilnehmer mit Long-Covid

Das REHAB Basel testet aktuell einen neuen Wirkstoff für die Behandlung von Long-Covid-Symptomen. Dazu werden Teilnehmer mit Nachwirkungen von Covid-19 gesucht.

Das REHAB Basel, eine hochspezialisierte Klinik für Rehabilitation und Behandlung von Menschen mit einer Hirnverletzung und/oder Querschnittslähmung,* sucht aktuell Teilnehmer, die nach einer zurückliegenden Covid-19-Erkrankung weiterhin unter neurologischen Symptomen wie einer Fatigue leiden.

Wie die Studie durchgeführt wird

Die Long-Covid-Studie testet eine Behandlung mit dem Wirkstoff Temelimab. Temelimab ist ein monoklonaler Antikörper gegen das Protein HERV-W-Env, das in der Hülle von Retroviren vorkommt. Erste Daten haben gezeigt, dass Temelimab im Zuge anderer neurologischer Störungen, etwa der Multiplen Sklerose, Verbesserungen erzielen konnte.

Hauptziel der Phase-II-Studie „GNC-501“ ist es nun, die Wirksamkeit von Temelimab über einen Zeitraum von sechs Monaten hinsichtlich der Verbesserung kognitiver Leistungen und Fatigue zu untersuchen. Als Nebenziel wird der Einfluss des Medikamentes in Bezug auf Angst, Depression, Lebensqualität, funktionelle Einschränkungen untersucht. Im Zuge der Studie wird getestet, ob Patienten das HERV-W-Env-Protein aufweisen. Nur Teilnehmer mit positivem HERV-W-Env-Befund werden in die Studie eingeschlossen.

Die Studie wird aktuell in insgesamt fünf Prüfzentren in der Schweiz durchgeführt:

Welche Patienten können teilnehmen?

Patienten, die sich angesprochen fühlen und teilnehmen möchten, sollten prüfen, ob sie den folgenden Einschlusskriterien entsprechen, und sich anschliessend unter der angegebenen Adresse zu melden:

  • Erkrankungsdatum / Datum positiver Corona-Test vorhanden: Das Ansteckungsdatum darf nicht länger als 96 Wochen zum ersten Screeningtermin zurückliegen.
  • Über 18 Jahre alt
  • Positiver diagnostischer SARS-CoV-2 Test (z.B. PCR Test) vorhanden. Ein Selbsttest ist nicht ausreichend.
  • Diagnostiziertes Long-Covid-Syndrom, z.B. von Hausärzt*in diagnostiziert
  • Nicht-Schwanger und kein Kinderwunsch im nächsten Jahr
  • Body Mass Index muss zwischen 18.5 – 35 kg/m2 liegen (BMI-Rechner)
  • Keine Einnahme von Immunosuppressiva
  • Keine Intubation und mechanische Beatmung während der COVID-19 Erkrankung
  • Darf kein COVID-19-Plasma von einem anderen genesenen Patienten erhalten haben
  • Keine derzeitige Teilnahme an einer anderen klinischen Studie oder Teilnahme an einer klinischen Studie innerhalb der letzten 30 Tage

Kontakt

Fabienne Schaller
mail: f.schaller@rehab.ch
Vermerk Betreff: Long-Covid Studie

*Das REHAB Basel – Klinik für Neurorehabilitation und Paraplegiologie – ist eine hochspezialisierte Klinik für die Rehabilitation und Behandlung von Menschen mit einer Hirnverletzung und / oder Querschnittlähmung. Das REHAB verfügt über 110 Betten. Die Tagesklinik und das Ambulatorium runden das umfassende Angebot ab.

Die Klinik wurde 1967 als Schweizerisches Paraplegikerzentrum vom Bürgerspital Basel gegründet. Unter der medizinischen Leitung von Dr. Guido A. Zäch von 1973 – 1989 entwickelte es sich zum nationalen Kompetenzzentrum für die Behandlung Querschnittgelähmter. 1990 übernahm Dr. Mark Mäder als Chefarzt die medizinische Leitung und erweiterte 1992 das Angebot um die Rehabilitation von Menschen mit einer Hirnverletzung. 1997 wurde die Klinik in die gemeinnützige REHAB Basel AG überführt. 2002 wurde das von den Architekten Herzog & de Meuron entworfene Klinikgebäude eröffnet und die neue Wachkomastation in Betrieb genommen. 2013 übernahm PD Dr. Margret Hund-Georgiadis die medizinische Leitung von Dr. Mark Mäder. 2017 erfolgte die Anerkennung der Intermediate Care Unit (IMCU) - schweizweit erstmalig für eine Reha-Klinik.

Das REHAB Basel bietet seit März 2021 eine ambulante Long-Covid Sprechstunde für Betroffene an.

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