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Organe in Miniatur-Form

Chip mit Lunge und Leber soll Medikamententests erleichtern

Multi-Organ-Chips sollen Tierversuche überflüssig machen. Weltweit werden Dutzende dieser Miniatur-Testsysteme entwickelt. Forscher zweier privater Firmen in Berlin und Neuchâtel haben jetzt ein Modell mit einer Lunge und einer Leber entwickelt.1 Mit dem Chip soll man testen können, wie toxisch bestimmte Substanzen sind und wie sich inhalierte Substanzen im Körper verteilen. Das soll die Entwicklung von Medikamenten erleichtern und eine personalisierte Medizin ermöglichen. Doch ob die Chips halten, was sie versprechen, ist noch völlig unklar.

Pharmafirmen investieren viel Geld in die Entwicklung neuer Medikamente. Doch viele Substanzen müssen sie irgendwann im Entwicklungsprozess aufgeben. Häufig wirken die Stoffe nämlich nicht so wie gewünscht oder sie sind toxischer als präklinische Studien vermuten lies­sen. Anders herum ist es möglich, dass eine Substanz in Tierversuchen ziemlich toxisch ist und nicht weiterentwickelt wird – dabei würde sie für den Menschen keine Gefahr darstellen. Zu den schwierig festzustellenden Toxizitätsmechanismen gehören Reaktionen, die mehr als ein Organ oder Gewebe involvieren, zum Beispiel chemisch induzierte Leberschäden, die durch das Immunsystem vermittelt werden.

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