Medical Tribune
30. Juni 2014Gefahren im Schwimmbad für Kinder

Kinder beim Baden – Gefahren nicht unterschätzen

Das Versicherungsunternehmen AXA hat für Eltern und Kinder eine Kindersicherheits-Checkliste erstellt, die über Gefahren im Wasser aufklärt und Tipps für sicheres Baden gibt.

Zwei Kleinkinder laufen in den See rein
iStock/Yulia Raneva

Schon wenige Zentimeter Wasser sind für Kleinkinder gefährlich

Tatsächlich gehört Ertrinken zu den drei häufigsten tödlichen Unfallursachen bei kleinen Kindern. Eltern schätzen das Risiko jedoch viel zu gering ein.

Kinder unter drei Jahren können schon in etwa fünf Zentimeter flachem Wasser ertrinken. "Kleinkinder drehen sich nicht einfach um, wenn sie mit dem Gesicht unter Wasser geraten. Sie bleiben regungslos liegen und unternehmen keinerlei Selbstrettungsversuche", erläutert Dr. Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V..

Keine Alarmzeichen: Ertrinken ist ein leiser Unfall

60 Prozent der Eltern glauben, dass man die Not ertrinkender Kinder eindeutig erkennt. Richtig ist: Ertrinken ist ein leiser Unfall. Panisches Strampeln, wildes Gestikulieren oder lautes Schreien entsprechen selten der Realität. Die Ergebnisse des Kindersicherheitsreports zeigen, dass diese Fehleinschätzung weit verbreitet ist.

Teich, Planschbecken und Pool sind oft nicht gesichert

Acht Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind schon einmal aus dem Wasser gerettet werden musste. Vorhandene Wasserflächen im und am Haus, wie TeichPlanschbecken oder Swimmingpool, sind oft nicht vollständig abgesichert.

Quellen:

  • Ellsässer G (2014): Unfälle, Gewalt, Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen 2013. Ergebnisse der amtlichen Statistik zum Verletzungsgeschehen 2011. Fachbericht. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Wiesbaden, www.destatis.de
  • Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V., www.kindersicherheit.de